Verdeckte (Schmelze-)Verbindungen

Verdeckte Verbindungen (Verbindungen, die für den Maschinenbediener bzw. -einrichter nicht direkt einsehbar sind), die in der Heißkanaltechnik eingesetzt werden, bergen immer die Gefahr auftretender Schmelzeleckagen. Diese überspritzten Heißkanäle wieder „flott zu bekommen“ ist eine aufwändige Angelegenheit – Demontage, thermische und mechanische Reinigung, erneute Montage. Nicht selten sind diese Reinigungen auch mit dem kompletten Ersatz der elektrischen Widerstandsheizungen verbunden.

Bei den Heißkanal- und 2K-Sandwich-Zwischenplatten von A&E Produktionstechnik ist die form- und kraftschlüssige Verbindung zwischen der Werkzeugangießbuchse und der Heißkanaldüse nach dem Werkzeugeinbau ebenfalls verdeckt.

Da die Heißkanäle in den A&E-Zwischenplatten, um unterschiedlich tiefe Lagen der Werkzeugangießbuchsen einfach zu erreichen, einen Hub ausführen können, wird vom Maschineneinrichter eine besonders hohe Sorgfalt verlangt, diese Verbindung leckagefrei einzustellen.

Als einfaches Hilfsmittel wird dem Kunden eine einstellbare Konturschablone mitgeliefert.

Somit kann vor Werkzeugeinbau überprüft werden, ob die Heißkanaldüse ohne Bauteilkollision sicher die Werkzeugangießbuchse erreicht.

Bei Heißkanal- und 2K-Sandwich-Zwischenplatten, bei denen die Düsenanpreßkraft zur Werkzeugangießbuchse in der Stahlplatte erzeugt wird, kann die exakte Düsenposition an der Düsenverstelleinrichtung abgelesen werden.

Als ein weiteres Hilfsmittel an dieser Stelle Schmelzeleckagen zu vermeiden, setzt A&E einen Sensor der irischen Firma Airtect ein. Dieser Sensor besteht aus einem luftdurchströmten Kapillarröhrchen und einer Auswerteelektronik. Das Kapillarröhrchen wird in unmittelbarer Nähe der Schmelzebohrung der Düse angebracht.

Tritt Schmelze aus der Verbindung Werkzeugangießbuchse-Heißkanaldüse aus, steigt der Druck der ausströmenden Luft in dem Kapillarröhrchen. Diese Druckänderung wird von der Sensor-Elektronik erfasst und es wird ein optisches und/oder akustisches Signal erzeugt. Das Signal kann aber auch über eine entsprechende Schnittstelle in der Maschinensteuerung weiterverarbeitet werden, um beispielsweise einen Alarm oder eine Fehlermeldung auslösen.